Die Stifter
Wilfried & Gisela Rinke
Dr. Wilfried Rinke (1931–2025) und Gisela Rinke (1932–2023) waren der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg über viele Jahre hinweg eng verbunden – als Förderer, Mäzene und überzeugte Unterstützer von Wissenschaft und Bildung.
Sie entschieden sich bewusst für ein Wirken im Hintergrund: ohne Aufhebens, aber mit großer Beständigkeit.
Haltung & Werte
Ihr Engagement war geprägt von:
- Bescheidenheit
- Verantwortungsbewusstsein
- dem Wunsch, über die eigene Lebenszeit hinaus Gutes zu bewirken
Die besondere Verbundenheit von Wilfried Rinke zum langjährigen Direktor der Bibliothek, Dr. Peter Rau, war ein wesentlicher Impuls für die Gründung der Stiftung.


Lebensweg & Wirken
Wilfried Rinke wurde 1931 in Salzderhelden bei Einbeck geboren und wuchs in Mühlhausen in Thüringen auf. Nach dem Abitur absolvierte er eine Ausbildung als Brauer und Mälzer in Hannover und studierte anschließend Brauerei- und Mälzereitechnologie an der Technischen Universität Berlin, wo er 1961 promovierte.
In Berlin fand er auch mit Gisela wieder zusammen, die dort als medizinisch-technische Assistentin tätig war. 1959 heiratete das Paar.
Ab 1965 lebten und arbeiteten sie in Hamburg. Wilfried Rinke begann seine Karriere bei der Holsten-Getränkegruppe und stieg bis zum Vorstandsvorsitzenden auf. Parallel engagierte er sich in wissenschaftlichen Institutionen und Fachgremien.
Gisela Rinke war in der medizinischen Ausbildung tätig und lehrte unter anderem medizinische Mikrobiologie.
Kulturelles Engagement
Gemeinsam pflegte das Ehepaar ein ausgeprägtes Interesse an Literatur, Kunst, Musik und Theater. Sie unterstützten zahlreiche wissenschaftliche, kulturelle und soziale Projekte.
Ihre Dankbarkeit gegenüber ihrer Wahlheimat Hamburg brachten sie durch ihr vielfältiges Engagement zum Ausdruck – insbesondere durch die Gründung ihrer Stiftung.


Das Wappen – ein Symbol des gemeinsamen Wirkens
Das Wappen der Rinke Stiftung zeigt drei Sterne – ein Motiv, das sich als Sinnbild für das Lebenswerk von Gisela und Wilfried Rinke lesen lässt.
In der Heraldik werden Sterne mitunter als „Ringe“ oder „Ringlein“ gedeutet – leuchtende Fixpunkte, die Orientierung geben. Der Name „Rinke“ selbst hat seinen Ursprung in norddeutschen Kurzformen von Namen mit „Ring-“.
In dieser symbolischen Lesart stehen die beiden kleineren Sterne für die Stifter selbst. Der größere Stern in der Mitte kann als Ausdruck ihres gemeinsamen Wirkens verstanden werden – als Stiftung, die aus ihrer Partnerschaft hervorgegangen ist und über ihre Lebenszeit hinaus Bestand hat.
Die Zahl Drei steht traditionell für Einheit und Beständigkeit. So lässt sich das Motiv auch für die dauerhafte Verbindung von persönlichem Engagement, gemeinschaftlichem Handeln und einem klaren Förderzweck lesen.